Much concern has been raised after the last German federal elections that it was once again a manifestation of post-political amnesia. Two centrist parties that together won over two thirds of the seats in the German Bundestag are likely to form a coalition. Opposition in parliament would be minimized. If this was the case we would enter Angela Merkel’s German utopia, some argue. In Merkel’s utopia politics knows no sharp edges, political antagonisms vanish simply because she denies them to exist. Merkel’s presidential politics puts the people in trance so that they forget that alternatives exist. I think that this analysis misses the point. Is it not quite to the contrary because of Merkel that we are remembered of the good old slogan that everything is political?! The Merkelian Left or why we don’t need a social democratic chancellor weiterlesen
Demokratietheorie in der Falle?
Die Bundestagswahl ist Geschichte und wie vermeintlich jedes Mal vor und nach der Wahl wird über (un-)gerechte Wahlmodi, Nicht-Wähler_innen oder die Repräsentationsfunktion des Parlaments diskutiert. Manche fordern eine Wahlrechtsreform, andere die Wahlpflicht und möglicherweise am ausgefallensten ist der Vorschlag eines AutorInnen-Teams auf dem Theorieblog, die die Einführung von Negativstimmen diskutieren. So interessant die gesamte Debatte auch sein mag und zeigt, dass demokratische Verfahren nicht einfach hingenommen werden, bleibt die Diskussion seltsam festgefahren. Demokratietheorie in der Falle? weiterlesen
Saskia Sassen über Globalisierung und Global Cities
In einer der jüngsten Sendungen von „Sternstunde Philosophie“ des Schweizer Fernsehens wurde die Soziologin Saskia Sassen interviewt. In der einstündigen Sendung spricht sie über ihre Forschung zur Globalisierung, zum Politischen oder ihr Arbeiten zu Territorien, Souveränität und Kapitalismus aber ebenso über ihre Kindheit und verschiedene Lebenserfahrungen. Es lohnt sich also!
Über dies lassen sich weitere Sendungen der „Sternstunde Philosophie“, auf deren eigenen Website oder bei youtube finden. Darunter sind Interviews mit Noam Chomsky, Axel Honneth oder mit Michael Sandel zu seinem jüngsten Werk „What Money Can’t Buy: The Moral Limits of Markets“ von 2012.
Erster studentischer Methodenworkshop „Dialektik“
Am Sonntag, den 7. Juli, haben wir uns als AG Politische Theorie in Hamburg zum ersten Mal für einem Workshop zusammengefunden. Unter dem als Workshopreihe konzipierten Titel ‚Methoden und Politische Theorie‘ verbirgt sich die von vielen Studierenden geteilte Frage, ob es innerhalb der Politischen Theorie so etwas wie Methoden im strengen Sinne überhaupt gibt. Bei Kaffee, Kuchen und einer nicht zu verachtenden Obstauswahl haben wir uns offen mit dieser Frage, am Beispiel der ‚Dialektik‘, auseinandergesetzt.
Das von uns dabei verfolgte Methodenverständnis ist zweideutig. Zum einen geht es um die Frage, ob es allgemeinere, eventuell sogar konkret benannte Denk- und Argumentationsmethoden und Vorgehensweisen gibt, die einer theoretischen Arbeit als Leitfaden dienen können. (Kann man zum Beispiel sagen, man arbeite ‚dialektisch‘ oder ‚analytisch‘?) Zum anderen geht es uns auch um das eigene Arbeiten und die eigene Methode bei dem Verfassen von Arbeiten zur Politischen Theorie. Von Beginn an war es unser Anspruch, mit dem Workshop für beide Dinge einen Raum zu schaffen.
Am Vormittag haben wir uns mit der ‚Dialektik‘ bzw. der ‚dialektischen Methode‘ auseinandergesetzt. Dazu haben wir mit Adornos ersten zwei Vorlesungen zur ‚Einführung in die Dialektik‘ einen klassischen Text gelesen, der eingängig in die Thematik einführt. Schon während der Diskussion des Adorno Textes, und dann auch bei der Einbeziehung eines aktuelleren Textes zur dialektischen Methode aus dem Jahre 2008,1 sind viele Fragezeichen, aber auch viele spannende Gedanken aufgetaucht.
Am wichtigsten war dabei neben der Erkenntnis, dass wir es uns mit der Dialektik zum Einstand der Workshopreihe nicht gerade leicht gemacht haben, folgendes: Dialektik beansprucht mehr zu sein als eine Methode. Es geht nicht nur um einen Weg der Erkenntnis, ein Vorgehen, mit dem man zu richtigen Schlüssen gelangt. Vielmehr setzt ein dialektisches Arbeiten auch ganz bestimmte Annahmen über die Einrichtung der Wirklichkeit voraus.
Nach einer erfrischenden Mittagspause, haben wir dann am Nachmittag unseren eigenen Methoden nachgespürt. Im Mittelpunkt stand das eigene Argumentieren und die Frage, was eine gute Argumentation ausmacht. Dazu haben wir gegenseitig, meist im Duo, Ausschnitte aus eigenen Arbeiten gelesen und anschließend zusammengetragen, was eine gute Argumentation ausmacht und welche Probleme bestehen bzw. beim durcharbeiten aufgefallen sind.
Mit einer kurzen Feedbackrunde haben wir den Workshop am frühen Abend beendet und freuen uns auf eine Fortsetzung der Workshopreihe in naher Zukunft!
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1 Leopold, David (2008): Dialectical approaches. In: Leopold, David / Stears, Marc (Eds.): Political Theory. Methods and Approaches. Oxford: University Press, 106-127.
Video „Baustelle Demokratie“ der HBS: Ch. Mouffe trifft R. Forst
Die Heinrich-Böll-Stiftung hat im Juni 2013 eine mehrtägige Tagung zum Thema „Baustelle Demokratie: Inklusive Demokratie“ veranstaltet. U. a. gab es dort ein Podium, an dem Chantal Mouffe und Rainer Forst teilnahmen. Das Video dazu findet ihr nun online. Die Veranstaltung gibt einen interessanten und zusammenfassenden Einblick in die Arbeiten einer/s wichtigen Vertreters/in der radikalen Demokratietheorie und deliberativen Demokratietheorie.
